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Venedig als Spielerparadies

Der stolze Campanile, die pittoreske Rialto-Brücke, der imposante Dogenpalast und jede Menge Gondeln mit singenden Gondolieres: Es wirkt täuschend echt wie Venedig, handelt sich aber um das größte Spielcasino der Welt und liegt im asiatischen Macau. Der amerikanische Milliardär Sheldon Adelson, Direktor der finanzkräftigen Sands-Gruppe aus Las Vegas, hat die südchinesischen Küstenstadt mit diesem 1,8 Milliarden Euro teuren, märchenhaften Konglomarat aus Hotel, Casino, Konferenzzentrum, Restaurants und Geschäften beglückt sowie mit einer Arena mit 15.000 Plätzen, die demnächst mit einem Turnier der internationalen Tennisstars Roger Federer und Pete Sampras eingeweiht werden soll. Mit seinen insgesamt 945.000 Quadratmetern gilt das “Venetia Resort” (nach dem Boeing-Werk im US-Bundesstaat Washington) als zweitgrößtes Bauwerk der Welt. Allein das schillernde Spielcasino umfasst eine Fläche von 52.000 Quadratmetern, auf der 870 Spieltische und mehr als 3.400 Spielautomaten locken. Umrahmt wird es von 3.000 Hotelzimmern und alsbald auch 350 Geschäften. Denn die Zeichen stehen deutlich auf Wachstum: In diesem Jahr überholte der asiatische Stadtstaat erstmals Las Vegas als Glücksspiel-Metropole der Welt.

Hotels als Medienerlebnis

An den Ufern des Perlflusses sprießen nicht nur immer mehr Hotels und Casinos aus dem Boden, sondern auch immer mehr faszinierende Themenparks. Nun fiel der Startschuss für die “Macao Studio City”, die bereits im Jahr 2009 auf einer Fläche von insgesamt 33 Hektar eröffnen soll. Sie wird sich in touristisch strategischer Lage am Cotai-Strip finden lassen - direkt neben dem neuen Lotus Bridge Immigration Checkpoint zur benachbarten chinesischen Insel Hengqin. Als erstes Resort Asiens soll dieses Mega-Projekt Weltklassehotellerie mit einem Theater (2.300 Sitzplätze), modernen Studios der Fernseh- und Filmproduktion sowie etlichen Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten, Gastronomiebetrieben und Geschäften vereinen. Für einen denkbar hohen Standard werden auf einer unvorstellbaren Fläche von insgesamt fast 400.000 Quadratmetern die renommierten Hotelketten The Ritz-Carlton und Marriott garantieren, die mit dem Bau und Betrieb von 256 bzw. 968 gediegenen Zimmern und Suiten beteiligt sind. Unter den Investoren finden sich international agierende Medienunternehmen, aber auch die amerikanische Unternehmensgruppe aus Las Vegas, die das legendäre Spielcasino Sands gegründet hat.

Casino mit sechs Sternen

Wenn sich der reichste Mann Australiens und der Sohn des legendären Hongkonger Casino-Magnaten Stanley Ho zusammentun, muss schon etwas ganz besonderes dabei herauskommen. Wie zum Beispiel das Mitte Mai eröffnete Crown Macao, das auf der vorgelagerten Insel Taipa liegt und gern als erstes Sechs-Sterne-Casino des südchinesischen Sonderverwaltungsgebiets am Perlfluss bezeichnet wird. Etwas abseits der übrigen Spielpaläste lockt es auf insgesamt 36 Etagen mit 216 luxuriösen Hotelzimmern, 220 exklusiven Spieltischen und 500 Glücksspiel-Apparaten. Gezielt werden soll damit auf die Spitze des VIP-Markts, die auch gern mal mit dem eigenen Jet in Macao einfliegt. Wer zum Ausgleich für die Glamour- und Glitzerwelt des Spielerparadieses lieber das kulturelle Erbe Macaus bestaunen möchte, kann das an den Wochenenden im Juni zum Nulltarif vor der Ruine von St. Paul tun. Denn die 20minütigen Live-Darbietungen an diesem Wahrzeichen sind ein neuer Service der Fremdenverkehrsbehörde und beginnen jeden Sonnabend um 16 Uhr mit chinesischen Drachentänzen. Sonntags zeigen Künstler in farbenfrohen portugiesischen Trachten mittags um 12 Uhr Folkloretänze auf dem Platz vor der mächtigen Kirchenfassade.

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